Leiblichkeit
Die Last fällt ab, als ich mich zur Ruhe lege,
Wolken aus Daunen umhüllen mich weich.
Erst ganz entspannt, doch dann werd ich rege -
Da! Ein Stück Stoff meinem Leibe nicht gleicht.
Es klemmt unter dem Fuße und bildet Falten,
Ich spür jeden Knitter, es bilden sich Klumpen.
Versuch ich zu schlafen und milde zu walten:
Die Wolke - verwandelt zum grausigen Lumpen.
Unbehagen in Kissen, Decke und Matratze,
Spüre ich Alles: Bewegung, Zwacken, Kratzen.
Als wär das nicht genug, kommt noch der Leib hinzu,
Fühle die Zehen zappeln, mach die Augen zu.
Greife an meine Beine, spüre Muskeln und Knochen,
Empfinde nun Alles einfach ununterbrochen.
Schon skurril so ein Gerüst aus Atomen,
Welches produziert solche wilden Symptome.
Letztendlich bemerke ich mein Hinterfragen,
Die Rastlosigkeit - kann sie kaum noch ertragen.
Als ich denke über die Reize und Gedanken:
Keine Lust mich mit meinem Leib zu zanken.
So atme ich tief, lass die Sinne nun ziehen,
Versuch nicht länger, dem Fühlen zu fliehen.
In der Stille der Nacht, so laut sie auch scheint,
Sind Welt und Ich in den Träumen vereint.